Biotechnologie – Forensik an der Van Hall Larenstein University of Applied Sciences

Ulrike Soos studiert Biotechnologie – Forensik an der Van Hall Larenstein University of Applied Sciences und berichtet uns von ihren Erfahrungen.

Wie kam es dazu, dass Sie sich für den Studiengang an der Van Hall Larenstein entschieden haben?
Ich wollte schon länger Biotechnologie – Forensik studieren und musste mich zwischen den Hochschulen Bonn und Leeuwarden entscheiden. Im Endeffekt habe ich mich für die Van Hall entschieden da dort die praktische Arbeit im Vordergrund steht.

Wie und wo haben Sie sich über die Studienmöglichkeit informiert?
Zuerst habe ich mich im Internet auf www.vanhall-larenstein.de informiert und mich auch über die Website zum Tag der Offenen Türe und dem Schnuppertag angemeldet. Sowohl der Tag der offenen Türe als auch der Schnuppertag waren sehr hilfreich, da man einen guten Einblick in die Hochschule und den Studiengang bekommen hat.

Wie haben Sie die verlangten Sprachkenntnisse erworben?
Die verlangten Sprachkenntnisse habe ich beim 4-Wöchigen Sprachkurs bei Friese Port erworben. Der Sprachkurs wird von der Hogeschool Van Hall Larenstein empfohlen.

Wie und wo haben Sie sich beworben?
Ich habe mich direkt nach dem Tag der offenen Türe im November 2009 über www.studielink.nl beworben und fünf Monate später die Zusage zum Studiengang erhalten.

Falls Sie in die Niederlande umgezogen sind: Wie haben Sie eine Wohnung gefunden?
Meine erste Wohnung in Leeuwarden habe ich über www.studivz.de gefunden, wo es einige Gruppen zum Thema Wohnungssuche in Leeuwarden gab. So habe ich sehr unkompliziert, bereits im März 2010, ein nettes Zimmer in einer 6-er Mädchen-WG gefunden. Inzwischen hat sich das Online-Wohnungsangebot allerdings auf Facebook verlagert. Dort bieten Studenten, die mit ihrem Studium fertig sind oder ihr Praktikum antreten, ihre Wohnungen und Zimmer an.

Wie waren Ihre ersten Erfahrungen/Eindrücke (z.B. mit der Sprache, …)?
Anfangs war alles etwas chaotisch, was daran lag, dass man sich erst an die holländische Organisation und Arbeitsmoral gewöhnen muss, die sich etwas von der deutschen unterscheidet. Aber nach einigen Wochen hat sich das auch wieder gelegt und inzwischen empfinde ich die lässige Arbeitsweise als sehr angenehm. Nach einer Eingewöhnungsphase von 2 Monaten war das dann auch mit der Sprache kein Problem mehr.

Worin sehen Sie die Vorteile Ihres Studiums in den Niederlanden?
Als einen großen Vorteil des Studiums in den Niederlanden sehe ich die gute Betreuung. Die Studenten eines Studiengangs werden in Kleingruppen von maximal 16 Leuten eingeteilt, die alle ihren eigenen Studiencoach haben. Mit dem Studiencoach findet alle 9 Wochen ein individuelles Gespräch statt, wo Themen wie Noten, Probleme aber auch die eigene Entwicklung besprochen werden. Die Gruppen werden während der einzelnen Module in Gruppen von maximal 6 Personen eingeteilt, die dann zusammen an den Projekte bearbeiten. Dadurch wird nicht nur das soziale Verhalten sondern auch die Organisationsfähigkeit gefördert. Ein weiterer Vorteil ist die Aufteilung des Semesters in so genannte Perioden. Eine Periode geht über 9 Wochen und beinhaltet 2 Module. Dadurch schreibt man seine Klausuren, nicht wie in Deutschland, gesammelt am Ende des Semesters sondern innerhalb der Periode.

Worin sehen Sie die Nachteile eines Studiums in den Niederlanden?
Ich finde ein Nachteil des Studiums ist die unterschiedliche Arbeitsmoral von Deutschen und Niederländern. Es dauert einige Zeit bis man sich an das typische „komt wel goed“ (Wird schon werden) gewöhnt hat. Dies führt dazu, dass - je nach Gruppe - am Ende der Periode Abgabenstress entsteht. Aber dies ist von Projektgruppe zu Projektgruppe unterschiedlich und muss nicht zwingend auftreten.

Was empfehlen Sie deutschen Schulabgängern, die an einem solchen Studiengang interessiert sind?
Ich denke, dass es für deutsche Schulabgänger wichtig ist, sich auf die Lebensweise in den Niederlanden einzulassen. Es ist wichtig, Kontakt mit niederländischen Kommilitonen aufzunehmen, da das nicht nur die sprachlichen Fähigkeiten erweitert sondern auch Anschluss bietet. Oft ist das Problem, dass man sich nur mit den deutschen Kommilitonen trifft, wodurch es vielen Deutschen schwer fällt Anschluss zu finden.

Welche positiven und negativen Erfahrungen haben Sie bisher mit dem Studium gemacht?
Manchmal ist es schwierig, die Organisation von Klausuren und Gruppen-Projekten richtig zu verstehen. Jedoch denke ich, dass die positiven Erfahrungen überwiegen, da das Studium an der Van Hall Larenstein viele Möglichkeiten bietet und man auch viel Unterstützung bekommt.

Was planen Sie für die Zukunft?
Mein Bachelor-Praktikum werde ich beim Bundeskriminalamt in Wiesbaden durchführen.
Nach meinem Studium würde ich gerne für eine deutsche Kriminalbehörde arbeiten, vorzugsweise in der forensischen IT oder der Spurensicherung.

Würden Sie den gleichen Weg noch mal gehen?
JA!

Wir bedanken uns bei Ulrike Soos für ihr Interview.


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